So bitte nicht.

Benimm- und Nahkampfzone: TÜR aufhalten

Hier kann’s gefährlich werden.

Haben Sie das auch schon mal an hektischen Samstagen beim Shopping in der Stadt erlebt? Sie betreten ein großes Geschäft und die Leute vor Ihnen lassen Ihnen die Tür praktisch „ins Gesicht“ fallen. Niemand verlangt, dass in einem solchen Fall der Mann der Frau in Knigge-Manier die Tür aufhält, aber zumindest an den Nächsten übergeben könnte man die Tür doch, oder?

Glücklicherweise fallen diese großen Türen nur langsam wieder zurück, da sie in der Regel durch einen Zylinder abgebremst werden. Aber ich habe schon miterlebt, wie gerade Kinder von diesen Türflügeln förmlich weggeschoben wurden.

Hinsichtlich des Türaufhaltens im Privatleben gelten in Deutschland feste Knigge-Regeln: Der Mann hält der Frau die Tür auf bzw. öffnet sie für sie. Immer. Das ist Knigge pur.

Anders allerdings beim Restaurantbesuch: Beim Betreten des Gebäudes öffnet der Mann die Tür zwar, sollte dann die Frau aber wieder elegant überholen, damit nicht alle Blicke der anderen Gäste gleich auf die Erwählte fallen.

Brav so, aber nur privat, bitte.

Wer hier wohl Chef ist?

Bei der Business-Etikette, den Knigge-Regeln für’s Geschäft, kann es andersherum sein. Warum? Grundsätzlich sind im Geschäftsleben Mann und Frau gleichgestellt. Hier darf die Frau also auch ihrem Chef die Tür aufhalten oder der Mann der Chefin. Das Geschlecht spielt in solchen Situationen weniger eine Rolle als vielmehr der „Rang“ bzw. die Position auf der Karriereleiter.

So long. Im Kaufhaus oder großen Geschäften jedenfalls bitte, bitte, bitte immer die schwere Tür an die unmittelbar hinter Ihnen kommende Person übergeben. Egal ob weiblich, männlich,  jung oder alt.

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