Knigge Niesen

Frau putz Ihre Nase - Niesen Knigge erklärt

DIE SACHE MIT DEM NASEPUTZEN

Erfahren Sie vom zertifizierten Knigge-Experten Michael Mayer, wie Sie (nicht nur) in der kalten Jahreszeit stilvoll mit Niesen, Husten und Co. umgehen und Fettnäpfchen vermeiden.

„Gesundheit“ ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten

Die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Verhaltensweisen.

Im Mittelalter hatten die Menschen mit der Pest zu kämpfen und wünschten sich selbst „Gesundheit“, wenn eine andere Person niesend an ihnen vorbeiging – sie beschworen sich sozusagen selbst in der Hoffnung, die Krankheit von sich fernzuhalten. Im Laufe der Jahrhunderte fand eine Umdeutung statt und man bedachte nun den Kranken mit dem Ausruf, damit er schnell wieder gesund werde. Das hat sich in unserer Gesellschaft und Erziehung so stark etabliert, dass wir jedem, der niest, (in der Regel) ganz unbewusst „Gesundheit“ zurufen – ob andere das nun wollen oder nicht.

Einen Betroffenen nicht noch zusätzlich auf seine Erkrankung aufmerksam machen

Dass er/sie erkältet ist, weiß der/die Betroffene selbst. Also brauchen Sie das bei der Person auch nicht mit einem „Gesundheit“ in Erinnerung rufen – zumal Sie dann die Aufmerksamkeit umstehender Personen auch noch darauf lenken. Das führt manchmal zu einer wahren „Orgie“ aus wechselseitigem „Gesundheit“- und „Danke“-Sagen und muss einfach nicht sein, weil es niemandem weiterhilft. Andere Körpergeräusche werden schließlich (vernünftigerweise) auch nicht kommentiert!

Mein Tipp

Übergehen Sie ein „Hatschi!“ Ihres Gegenübers einfach und sagen Sie nichts. Beachten Sie dabei jedoch immer die Gepflogenheiten: Wenn Sie in einer Gesellschaft sind, in der eine Reaktion von Ihnen erwartet wird, handeln Sie dementsprechend – sonst stehen Sie schnell als Sonderling dar.

„Man glänzt, indem man nicht auffällt.“

Knigge Niesen. Zwei Worte in dennen viel Potential steckt, wie ich in meinen Kunden in jedem meiner frei buchbaren Kniggeseminare immer wieder ans Herz lege. Verhalten Sie sich bei nasalen Befindlichkeiten möglichst diskret. Ich nehme an, dass Ihnen das auch nicht schwerfällt, schließlich möchten Sie nicht negativ auffallen. Hier ein paar Tipps, wie Sie sich am besten „aus der Affäre ziehen“:

  • Versuchen Sie grundsätzlich den Raum zu verlassen.
  • Niesen Sie möglichst leise und unauffällig.
  • Wenn Sie (laut) husten, sich schnäuzen oder räuspern müssen, verlassen Sie den Raum. Sollte das nicht möglich sein: Gehen Sie dabei möglichst diskret vor.
  • Benutzen Sie immer ein frisches Taschentuch und entsorgen es danach.

Halten Sie sich immer vor Augen, dass niemand unschöne Dinge sehen oder hören möchte – und Sie mit guten Manieren unangenehme Situationen entschärfen können.

Haben Sie dennoch einmal – natürlich unabsichtlich – besonders laut geniest, dann entschuldigen Sie sich bei den Umstehenden für Ihr Stören. In manchen anderen Ländern ist das selbstverständlich, zum Beispiel in Frankreich: Dort äußert sich in der Regel zuerst der Niesende mit einer Entschuldigung („Pardon!“), erst dann folgen die „Genesungswünsche“ der anderen. Auch hier gilt: Beobachten Sie die übliche Praxis und passen Sie sich an – dann machen Sie alles richtig!

Hygiene ist bei Krankheit oberstes Gebot

Das gilt nicht nur im Krankenhaus, sondern auch im Job oder Privatleben. Eine leichte Erkältung ist beispielsweise kein Grund, gleich zu Hause zu bleiben. Dennoch können Sie einige Maßnahmen ergreifen, um andere zu schützen:

  • Sollten Sie überraschend Niesen müssen, dann niesen Sie am besten auf den linken Handrücken und suchen dann sofort den Waschraum auf.
  • Waschen Sie sich generell häufig (und vor allem immer nach jedem Husten usw. in die Handfläche) und gründlich die Hände.
  • Und sammeln Sie in keinem Fall benutzte Taschentücher in Taschen und Hosentaschen.

Unterschätzen Sie niemals den Eindruck, den Sie auf andere durch Ihr Benehmen machen. Unhygienisches Verhalten kann zu größter Ablehnung Ihnen gegenüber führen, und das lässt sich ohne Weiteres vermeiden.

Empfehlung

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, ob Sie alles richtig machen, stehe ich Ihnen gerne in einem persönlich auf Sie abgestimmten Kniggecoaching zur Seite. Darin erhalten Sie beispielsweise einen Einblick in die weite Welt der Benimmregeln oder eine individuelle Stilberatung. Oder lassen Sie sich und Ihre Kollegen in Sachen FirmenKnigge von mir beraten. Diese Gruppentrainings legen den Fokus auf die Business-Etikette, mit folgenden Schwerpunkten:

  • Knigge-Regeln und Umgangsformen (z.B. E-Mail-Knigge),
  • Verhaltenskodex bei Geschäftsterminen,
  • Dresscode für ein stilsicheres Auftreten,
  • gelungene Geschäftsessen.

Sie erhalten von mir unter anderem Tipps zum richtigen Umgang mit E-Mails und erfahren, wie Sie (nicht nur beruflich) mit guten Tischmanieren glänzen. Nehmen Sie einfach und unverbindlich Kontakt zu mir auf – ich freue mich auf Sie!

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Unser Tipp

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